Wenn in fast ganz Westeuropa das Licht ausgeht...

Published 06 November 06 12:32 | Christoph Rüegg

... schert das die Schweizer nicht, denn die Schweiz war vom EU-Gau dieses Wochenendes nicht betroffen. Offenbar haben die Schweizer Netzbetreiber sehr gut gearbeitet und sich rechtzeitig (von Deutschland) isoliert und die eigenen Kapazitäten erhöht. Hat man aus dem Italien-Gau gelernt? Jedenfalls vielen Dank für die gute Arbeit!

Ist der Gau eine erste Konsequenz aus den neuen EU-Regulierungen, die aktive Investitionen in das Stromnetz nicht mehr wirklich attraktiv machen? Oder dem zunehmenden "Outsourcing" der Energiegewinnung mit der verbundenen Delokalisation und entsprechend langen Transportwege (u.a. durch vorzeitigen Ausstieg aus dem Atomstrom)? Oder blos eine unglückliche Kombination verschiedener Pannen ohne kausalem Zusammenhang? Immerhin, offenbar konnte die Kettenreaktion aufgefangen und das Netz innerhalb einer Stunde weitgehend wieder aufgebaut und stabilisiert werden, auch das durchaus eine gute Leistung!

Comments

# XC-Fan said on Januar 10, 2007 01:50 :

Aber hat nicht die Schweizer Bahn auch mal so ein Problem gehabt? Ich meine mich erinnern zu können, dass hier viele Züge, teilweise in Tunneln recht lange feststeckten.

Grüße aus Fulda

# Christoph Rüegg said on Januar 19, 2007 08:52 :

Ja, hat die Bahn hatte ein grösseres Blackout (und zu dieser Zeit auch vermehrt kleinere). Die Aussage des Posting sollte nicht sein dass das etwas mit der Schweiz als solches zu tun hat, sondern dass die Schweizer Netzbetreiber i.a. wirklich gute Arbeit leisten. Das sollte auch mal gesagt sein - zumal sie beim Italien-Blackout vor einiger Zeit im Zusammenhang mit schweizer Transitleitungen auch etwas in die Kritik geraten sind. Grüsse zurück nach Fulda :)